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»Nai hämmer gsait!« Laut schallen die Protestrufe aus der Menge aufgebrachter Demonstranten. In Scharen ziehen sie durch die Straßen und demonstrieren. Vor ihrer Haustüre soll ein Atomkraftwerk gebaut werden.

 

Man schreibt das Jahr 1975 nach Christus. Ganz Deutschland ist von der Atomindustrie besetzt. Ganz Deutschland? Nein! Eine kleine Region leistet emsig Widerstand gegen die Atomkraft. Mit Erfolg. Denn das Atomkraftwerk in Wyhl wurde nie gebaut. »Unser Ziel: Naturschutzgebiet Wyhl« lautet ein Slogan. Auch dieses Ziel haben sie erreicht. Heute ist das Naturschutzgebiet in Wyhl eines der bedeutensten in dem Regierungsbezierk.

Es begann mit dem Bau des AKWs in Fessenheim. Links des Rheins, in Frankreich, wurde schon 1972 gegen das dort geplante Kraftwerk demonstriert.

 

Seit 1975 gehen die Aktiven auch gegen das in Wyhl geplante AKW auf die Straße. Im Feruar 1975 stellen sich verzweifelte Männer und Frauen mit ihren Kindern vor die Bagger. Die Maschinen kommen zum Stillstand. Das aus dieser kleinen Minderheit später die Umweltbewegung entstehen sollte, war niemandem klar.

Bei vielen Protestmärschen und Blockaden wurden die Demonstranten hart in die Mängel genommen.

 


»Unser Ziel Naturschutzgebiet Wyhl« war eine Parole der Atomkraftgegner. Heute haben sie das Ziel erreicht.

 

Viele gerichtliche Niederlagen mussten die Atomkraftgegner erleben. Aber auch einige Erfolge. Und schließlich wurde der Atommeiler nie gebaut. Die Aktiven konnten aufatmen. Doch einen offizielles Bauende gab es nie. Heute ist der Wyhler Wald ein wunderschönes Naturschutzgebiet. Und der BUND in der Region kämpft für den bundesweiten Atomausstieg.

 

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